Was bedeutet Hausnotruf?
Ein Hausnotruf ist ein technisches Notrufsystem für Menschen, die zu Hause schnell Hilfe anfordern möchten. Über einen tragbaren Sender wird eine besetzte Notrufzentrale kontaktiert, die vereinbarte Schritte einleitet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Pflegekasse das System als technisches Pflegehilfsmittel übernehmen. Leistungsumfang, Schlüsselhinterlegung und Reaktionswege unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif.
Auch gebräuchlich: Notrufsystem, Pflegenotruf, Seniorennotruf
Ein Hausnotruf kann Sicherheit geben, wenn eine Person allein lebt, sturzgefährdet ist oder in einer Notsituation ein Telefon nicht zuverlässig erreichen könnte. Der tragbare Auslöser ersetzt jedoch weder Vorsorge noch persönliche Unterstützung. Entscheidend ist ein klarer Hilfeplan, der im Ernstfall tatsächlich funktioniert.
Praktische Bedeutung
Beim Auslösen wird eine Notrufzentrale verbunden. Dort sind persönliche Angaben und vereinbarte Kontaktwege hinterlegt. Die Zentrale versucht die Situation einzuschätzen und alarmiert je nach Bedarf Angehörige, einen Dienst oder den Rettungsdienst. Anbieter unterscheiden sich darin, ob Schlüssel verwahrt, Hausbesuche organisiert oder mobile Sender angeboten werden.
Vor Vertragsabschluss sollten Sie prüfen, ob das Gerät in allen wichtigen Räumen erreichbar ist, wie ein Strom- oder Internetausfall behandelt wird und wer die Technik regelmäßig testet. Auch die Frage, wer Zugang zur Wohnung erhält, braucht eine sichere und datenschutzgerechte Lösung.
Antrag und Auswahl
- Beschreiben Sie, warum ein Notrufsystem die Selbstständigkeit oder Pflege erleichtert.
- Stellen Sie den Antrag bei der Pflegekasse, bevor Sie einen langfristigen Vertrag abschließen.
- Vergleichen Sie Basisleistung, Zusatzdienste, Vertragslaufzeit und Kündigungsregeln.
- Legen Sie eine aktuelle Kontaktkette fest.
- Testen Sie Gerät und Sprechverbindung regelmäßig.
Ein Pflegegrad führt nicht automatisch zur Kostenübernahme. Die Kasse prüft die individuellen Voraussetzungen.
In Hildesheim und Umgebung
Familien in Hildesheim und der Region sollten klären, welche Vertrauenspersonen realistisch erreichbar sind und wie im Notfall Zugang zur Wohnung entsteht. REKA kann vom Sitz in Diekholzen aus allgemeine pflegerische Hinweise geben. Ob REKA selbst in einer Alarmkette eingebunden werden kann, muss ausdrücklich vereinbart werden und darf nicht vorausgesetzt werden.
Gut zu wissen
Bei akuten lebensbedrohlichen Symptomen bleibt der öffentliche Notruf der richtige Weg. Ein Hausnotruf ist vor allem dann hilfreich, wenn der Sender getragen wird, Kontaktdaten aktuell sind und die betroffene Person weiß, wie das System funktioniert.
Aktuelle Beträge auf einen Blick
Die Werte werden zentral gepflegt. Gültigkeit, Prüfdatum und Primärquelle bleiben direkt am jeweiligen Betrag nachvollziehbar.
Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
Höchstbetrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
42 € monatlich
Gültig seit 01.01.2025 · geprüft am 22.07.2026
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (öffnet in einem neuen Fenster)Fragen zu Hausnotruf
Wann kann die Pflegekasse einen Hausnotruf übernehmen?
Ein Hausnotruf kann als technisches Pflegehilfsmittel infrage kommen, wenn er die selbstständige Lebensführung unterstützt oder die Pflege erleichtert und die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Die Pflegekasse entscheidet über den Antrag.
Was passiert nach dem Drücken des Notrufknopfs?
Die Notrufzentrale nimmt Kontakt auf und folgt dem hinterlegten Hilfeplan. Je nach Situation werden Vertrauenspersonen, ein vereinbarter Bereitschaftsdienst oder der Rettungsdienst verständigt.
Funktioniert ein Hausnotruf auch unterwegs?
Ein klassischer Hausnotruf ist auf die Wohnung und deren technische Reichweite ausgelegt. Für unterwegs gibt es mobile Systeme; Netzabdeckung, Ortung, Akkulaufzeit und Kosten sollten gesondert geprüft werden.
Offizielle Quellen
Stand:
- Bundesministerium für GesundheitPflegehilfsmittel (öffnet in einem neuen Fenster)
- Bundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz§ 40 SGB XI – Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (öffnet in einem neuen Fenster)
Die Angaben dienen der allgemeinen Orientierung. Über einen individuellen Anspruch entscheiden die zuständige Kranken- oder Pflegekasse und die jeweils beteiligten Fachstellen.

